Dr. med. Gerald Hanf
Dr. med. Juliane Ackermann-Simon
Prof. Dr. med. Jörg Kleine-Tebbe

Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Praxis Hanf, Ackermann u. Kleine-Tebbe Spandauer Damm 130, Haus 9
14050 Berlin

Tel. 030 / 30 20 29 10
Fax 030 / 30 20 29 20

anmeldung@allergie-experten.de

Fachbuch zu sämtlichen Allergieformen

Fachbuch zu sämtlichen Allergieformen
Trautmann & Kleine-Tebbe: Vollständig überarbeitete 3. Auflage 2017, 544 S., 177 Abb., gebunden (incl. Digital-Version)
ISBN: 9783131421838
Thieme Verlag 6-2017

Einführung mit kommentierten Kasuistiken (klinische Fälle)

Einführung mit kommentierten Kasuistiken (klinische Fälle)
Kleine-Tebbe & Jappe: Überarbeitete Buchausgabe nach "Allergologie"-Heft 8/9-2013, 154 S., 32 Abb., 17 Tab.,
ISBN: 978-3-87185-491-0
Dustri-Verlag 9-2014

Fachbuch zur Molekularen Allergologie

Fachbuch zur Molekularen Allergologie
Jörg Kleine-Tebbe & Thilo Jakob (Hrsg.):
1. Auflage, 392 S., 190 Abb., gebunden
ISBN: 978-3-662-45220-2
Springer Medizin 10-2015

Fachbuch (engl.) zur Molekularen Allergologie (free access)

Fachbuch (engl.) zur Molekularen Allergologie (free access)
PM Matricardi, J Kleine-Tebbe, HJ Hoffmann, R Valenta, M Ollert (Hrsg.): Molecular Allergology User´s Guide 2016. ISBN: 978-3-033-05653-4. Veröffentlicht durch die EAACI (europäische Allergologenvereinigung), 6-2016, Download als PDF-Datei (38,6 MB), dazu auf das Cover klicken

Anhang

Selbsthilfegruppen


Allergiker Selbsthilfe e.V.
Hermann-Löns-Weg 11a
65779 Kelkheim
Tel.: 06195/910674

Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind (AAK)
Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen e.V.
Hauptstraße 29
35745 Herborn
Tel.: 02772/928730

Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB) e.V.
Hindenburgstraße 110
41061 Mönchengladbach
Tel.: 02161/183024

Beratungsdienst für Allergiker:
Tel.: 02161/10207 (9.30—12.30 Uhr)Deutsche Hilfsorganisation Allergie und Asthma e.V.
Bonusstraße 32
21079 Hamburg
Tel.: 040/7631322

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
Fontanestraße 14
53173 Bonn
Tel.: 0228/351091

Deutscher Neurodermitiker Bund e.V.
Spaldingstraße 210
20097 Hamburg
Tel.: 040/230744 und 040/230810

Informationszentren



Allergie-Dokumentations- und Informationzentrum (ADIZ)
Kuranstalten u. Forschungsinstitute GmbH
Burgstraße 12
33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252/954500 (Mo. bis Fr. 10—12 und 14—17 Uhr)

Beratungsstelle für Allergiker und Asthmatiker
Lacombletstraße 9
40239 Düsseldorf
Tel.: 0211/622598 (Mo. bis Do. 10—13 Uhr, Do. 16—18 Uhr)

Modell-Aktion für allergiekranke Kinder „Pinguin-Pinky“
Krankenhaus Zehlendorf/Heckeshorn
Zum Heckeshorn 30
14109 Berlin
Tel.: 030/6611799

Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
Burgstraße 12
33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252/52081 (Mo. bis Fr. 8—12 Uhr)

Pollenfluginformationsdienste der einzelnen Bundesländern
(gebührenpflichtig)


0190/115481 Schleswig-Holstein
0190/115482 Hamburg
0190/115483 Niedersachsen, Bremen
0190/115484 Mecklenburg-Vorpommern
0190/115485 Nordrhein-Westfalen
0190/115486 Hessen
0190/115487 Brandenburg, Berlin
0190/115488 Sachsen-Anhalt
0190/115489 Thüringen
0190/115490 Sachsen
0190/115491 Saarland
0190/115492 Rheinland-Pfalz
0190/115493 Baden-Württemberg
0190/115494 Bayern

Quellen, weitere Patienten-Ratgeber und Sachbücher


Dorner, Wolf und Rakoski, Jürgen: Allergien — Erkennen, Behandeln, Vorbeugen. Wort
Bild Verlag, Konradshöhe 1994.
Federspiel, Krista und Herbst, Vera: Die andere Medizin. Stiftung Warentest, 3. Auflage
Stuttgart 1994.

Fischer, Peter: Allergien bei Kindern und Jugendlichen. Vorbeugen, erkennen, heilen.
Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1993.

Fuchs, Erich: Allergie — Was tun? Ein Experte berät. Piper Verlag, München 1992.

Gieler, Uwe, Bräuer, Johannes, und Freiling, Gudrun: Neurodermitis — Ein Ratgeber für
Betroffene und alle, die sie behandeln und betreuen. medpharm Scientific Publishers,
Stuttgart 1994.

Haen, Ekkehard und Uhl, Doris: Asthma bronchiale. Leben mit einer chronischen
Atemwegserkrankung. medpharm Scientific Publishers, Stuttgart 1996.

Niedner, Roland und Berger, Reinhild: Heuschnupfen und Arzneimittel. medpharm
Scientific Publishers, Stuttgart 1994.

Niggeman, Bodo und Wahn, Ulrich: Das allergische Kind. Wie Eltern helfen können.
TRIAS — Thieme Verlag, Stuttgart 1994.

Theiling, S., Szczepanski, R. und Lob-Corzilius, T.: Der Luftikurs für Kinder mit Asthma.
TRIAS — Thieme Verlag, Stuttgart 1996.

Zenker, Werner: Heuschnupfen verstehen und richtig behandeln. Econ Taschenbuch
Verlag, Düsseldorf 1995.

Verzeichnis verwendeter Fachbegriffe

Akarazide


Milbenabtötende chemische Mittel, deren Wirksamkeit bei einer
Hausstaubmilbenallergie umstritten ist.

Allergen


Auslösender Stoff, der vom Immunsystem als fremd erkannt wird und dadurch eine
Überempfindlichkeit des Körpers verursacht. Bei Allergien der Schleimhäute (Augen,
Nase, Bronchien) sind es in der Regel Eiweißkörper, die eigentlich harmlos für unseren
Organismus sind (Pollen-, Tier- und Hausstaubmilbenbestandteile).

Allergenkarenz


Meiden des verantwortlichen Allergens

Allergentoleranz


Zustand des Immunsystems nach Erlöschen einer Abwehrreaktion gegen einen
bestimmten Stoff, der anschließend wieder vertragen wird.

Allergie


Überempfindlichkeit des Körpers, die „immunologisch“ bedingt ist, d.h. auf einer
fehlgeleiteten, übersteigerten Abwehr unseres Immunsystems beruht.


Antihistaminika


Medikamente, die zur Behandlung von allergischem Schnupfen eingesetzt werden. Sie
blockieren die Wirkung des Botenstoffes Histamin, der im Rahmen der allergischen
Reaktion im Körper freigesetzt wird und für zahlreiche Beschwerden verantwortlich ist.

Antikörper


Eiweißkörper, die vom Körper gebildet werden, um Fremdstoffe und unerwünschte
Erreger zu erkennen. Als Teil des Immunsystems lagern sie sich an den Fremdstoff an,
so daß er anschließend unschädlich gemacht werden kann.

Atopie


Erhöhte Allergiebereitschaft, die vererbt wird und im späteren Leben zu
Nahrungsmittelallergien, atopischem Ekzem, allergischem Schnupfen und allergischem
Asthma führen kann.


Atopiker


Menschen mit erhöhter Allergiebereitschaft, die häufig in ihrem Leben allergische
Erkrankungen entwickeln (Nahrungsmittelallergien, atopisches Ekzem, allergischer
Schnupfen und allergisches Asthma).

atopische Allergene


Eiweißstoffe aus unserer Umwelt, die bei Menschen mit erhöhter Allergiebereitschaft
häufig zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen, obwohl sie für den Nicht-Atopiker
ohne fehlgeleitetes Immunsystem völlig harmlos sind (Pollen, Tier- und
Hausstaubmilbenbestandteile).

atopisches Ekzem


Chronische Hauterkrankung, bei der stark juckende, ekzemartige Hauterscheinungen
in Schüben auftreten. Außerdem besteht häufig eine erhöhte Allergiebereitschaft,
allergischer Schnupfen oder allergisches Asthma.

Azelastin


Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des Botenstoffs
Histamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Acetylcholin


Botenstoff des vegetativen Nervensystems; er wird auch eingesetzt, um die allgemeine
bronchiale Überempfindlichkeit im Lungentest zu ermitteln.

B-Lymphozyten


= B-Zellen, spezialisierte Zellen des Immunsystems, die Fremdstoffe erkennen und
Antikörper produzieren können.

basophile Leukozyten


Weiße Blutkörperchen, die auf ihrer Oberfläche IgE-Antikörper tragen und daher zu
allergischer Reaktion fähig sind.

Berufsallergie


Eine allergische Überempfindlichkeit, die durch ständigen Kontakt mit bestimmten, im
Beruf vorkommenden Stoffen entstanden ist (z.B. Mehlallergie der Bäcker).

Beta2-Mimetika oder -Sympathomimetika


Asthmamedikamente, die nach Inhalation eine Verengung der Bronchien rasch wieder
beseitigen und dadurch Atemnot beheben können.

Bronchial-Asthma


Chronische Atemwegserkrankung, die auf einer Entzündung beruht und mit einer
Verengung der Bronchien und anfallsweise Atemnot einhergeht.

bronchiale Überempfindlichkeit, allgemeine


Gesteigerte Reaktionsfreudigkeit der Atemwege, so daß es bei zahlreichen
physikalischen oder chemischen Reizen zu einer meßbaren Verengung der Bronchien
und schließlich zu Schweratmigkeit kommen kann. Bei häufigen allergischen
Reaktionen der Bronchien (Asthma-Anfälle) entwickelt sich in vielen Fällen eine
Überempfindlichkeit auf andere unspezifische Reize (darum die Bezeichnung
allgemein).

Cetirizin


Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des Botenstoffs
Histamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Cromoglycinsäure


Anti-allergisches Medikament, das vorbeugend zur Behandlung von allergischen
Beschwerden an den Schleimhäuten (Augen, Nase, Bronchien) eingesetzt wird. Seine
Wirkung setzt mit Verzögerung ein.

DNCG


Häufig verwendete Abkürzung für Cromoglycinsäure-Präparate, die aus der englischen
Sprache abgeleitet ist.

Ebastin


Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des Botenstoffes H
istamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Ekzem


Chronische Entzündung der Haut, die mit juckenden Knötchen, geröteten
Hautbezirken, verstärkter Schuppung und vergröbertem Hautrelief einhergehen kann.

Eliminationsdiät


Gezieltes Weglassen eines Lebensmittels bei Verdacht einer Nahrungsmittelallergie
und Beobachtung der Beschwerden.

Enzyme


Eiweißkörper, die in Pflanzen und Tieren vorkommen und in der Lage sind, andere
chemische Bausteine (Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette) zu spalten.

Eosinophile Leukozyten


Weiße Blutkörperchen, die häufig bei entzündlichen Reaktionen im Körper angelockt
werden und diese verstärken können.

Formula, extensiv hydrolysierte


Allergenarme, vollwertige Ersatznahrung für Hochrisikokinder mit stark erhöhtem
Allergierisiko, bei denen die Mutter das Kind während der ersten 6 Monate nicht stillen
kann.

genetische Disposition


Eigenschaft eines Organismus, die auf seiner Erbanlage beruht. Die Disposition
bezeichnet allerdings nur die erbbedingte Bereitschaft für eine Reaktionslage oder
Erkrankung. Diese Reaktionslage oder Erkrankung muß aber nicht notwendigerweise in
Erscheinung treten.

Histamin


Botenstoff, der bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird und zahlreiche Symptome
verursacht (Juckreiz, Weitstellung der Blutgefäße, Schwellung im Gewebe,
Drüsensekretion).

Hochrisikokind


Kind mit stark erhöhtem Allergierisiko; man kann davon ausgehen, daß, wenn zwei
Verwandte ersten Grades (Eltern und/oder Geschwister) bereits von Allergien bzw.
begleitenden Erkrankungen betroffen sind (allergischer Schnupfen, allergisches
Bronchialasthma, atopisches Ekzem, Nahrungsmittelallergie), ein hohes Risiko für das
Kind besteht, ebenfalls eine Allergie zu entwickeln.

Hyposensibilisierung


= Immuntherapie; Methode zur Behandlung von allergischen Beschwerden der
Schleimhäute (Augen, Nase, Bronchien). Zunächst werden im Wochenabstand
steigende Mengen des verantwortlichen Allergens unter die Haut gespritzt; nach
Erreichen einer individuell verträglichen Höchstdosis werden die Spritzen alle vier
Wochen für drei Jahre verabreicht. Die Behandlung sollte nur von einem allergologisch
erfahrenen Arzt durchgeführt werden.

IgE


= Immunglobuline der Klasse E; Antikörper, die im menschlichen Körper in geringer
Menge vorkommen und auf der Oberfläche von spezialisierten Abwehrzellen
(Mastzellen, basophile Leukozyten) haften. Bei erhöhter Allergiebereitschaft werden
IgE-Antikörper häufig vermehrt vom Körper produziert und sind meistens gegen
Eiweißkörper aus unserer Umwelt (Allergene wie z.B. Pollen-, Tier- und
Hausstaubmilbenbestandteile) gerichtet. Bei Schleimhautkontakt werden die Allergene
von den IgE-Antikörpern auf den Mastzellen gebunden. Dadurch startet die Freisetzung
von zahlreichen Botenstoffen, die zu den allergischen Beschwerden führen.

Immunglobulin


= Antikörper; Eiweißkörper, die vom Körper gebildet werden, um Fremdstoffe und
unerwünschte Erreger zu erkennen. Als Teil des Immunsystems lagern sie sich an den
Fremdstoff an, so daß er anschließend unschädlich gemacht werden kann.

Immunsystem


System zur körpereigenen Abwehr; das Immunsystem kann zwischen „selbst“ (also den
körpereigenen Stoffen) und „fremd“ (z.B. Stoffen von unerwünschten Erregern wie
Bakterien, Pilzen, Viren) unterscheiden. Bei fehlgeleitetem Immunsystem können auch
harmlose Umweltstoffe (Allergene wie z.B. Pollen-, Tier- und
Hausstaubmilbenbestandteile) oder körpereigene Stoffe attackiert werden.

immunologisch


Das Immunsystem betreffend.

Immuntherapie


Eine Behandlungsform, bei der in das Immunsystem eingegriffen wird. Im
Zusammenhang mit Allergien ist eine Behandlung mit den verantwortlichen Allergenen
gemeint, die in steigender Dosis unter die Haut gespritzt werden (=
Hyposensibilisierung).

Intoleranz


Überempfindlichkeit des Körpers auf bestimmte Stoffe, die nicht notwendigerweise auf
einer fehlgeleiteten Immunreaktion beruht, sondern durch andere Mechanismen
verursacht sein kann.

Intrakutantest


Allergietest, bei dem das verdächtige Allergen als stark verdünnte Lösung in die Haut
gespritzt wird. Bei positivem Ergebnis entsteht nach etwa zehn Minuten eine juckende
Quaddel mit rotem Hof.

Kortikosteroide


Vereinfacht meist nur Kortison genannt, Gruppe von Hormonen der Nebennierenrinde,
die der körpereigenen „Streßabwehr“ dienen und zahlreiche Stoffwechsel- und
Wachstumsvorgänge regulieren. Sie haben außerdem einen direkten Einfluß auf das
Immunsystem und vermindern entzündliche Vorgänge im Körper.

Kortison


Häufig verwendete Kurzform eines Vertreters der Kortikosteroide.

Levocabastin


Lokal wirksames Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des
Botenstoffs Histamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Loratadin


Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des Botenstoffs
Histamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Mastzellen


Spezialisierte Abwehrzellen, die auf ihrer Oberfläche IgE-Antikörper tragen und bei
verschieden Reizen (z.B. Allergenkontakt) Botenstoffe freisetzen, die für allergische
Symptome verantwortlich sind.

Mediatoren


Botenstoffe, die im Körper bestimmte Signale übermitteln (z.B. Verstärkung einer
Entzündungsreaktion).

Nedocromil


Antiallergisches Medikament, das vorbeugend zur Behandlung von allergischen
Beschwerden an den Schleimhäuten (Augen, Nase, Bronchien) eingesetzt wird. Es
mildert die allergische Entzündung und hat durch seine lokale Anwendung (z.B. als
Spray) nur wenig unerwünschte Begleiterscheinungen.

Nesselsucht


= Urtikaria, akut auftretende Hauterscheinungen wie nach Brennesselkontakt oder
Mückenstich, die mit juckenden Quaddeln an wechselnden Körperstellen einhergehen
und häufig nach wenigen Stunden oder Tagen wieder abklingen.

Neurodermitis


= atopisches Ekzem, wobei stark juckende, ekzemartige Hauterscheinungen in Schüben
auftreten. Außerdem besteht häufig eine erhöhte Allergiebereitschaft, allergischer
Schnupfen oder allergisches Asthma.

Neuropeptide


Botenstoffe, die von Nervenenden freigesetzt werden, das Immunsystem beeinflussen
und zu einer lokalen Entzündung im Körpergewebe führen können. Wechselwirkungen
zwischen psychischem und körperlichem Befinden beruhen möglicherweise unter
anderem auf der Ausschüttung von Neuropeptiden.

orale Hyposensibilisierung


Immuntherapie mit Allergenen, die in steigenden Mengen in Tropfen- oder Kapselform
eingenommen werden. Da kontrollierte Untersuchungen zu unterschiedlichen
Ergebnissen geführt haben, ist die Wirksamkeit dieser Behandlung nicht eindeutig
erwiesen.

Patchtest (Pflastertest)


Allergietest zur Erkennung einer Spättypallergie (Typ-IV-Allergie), die mit einer
Verzögerung von 2 bis 3 Tagen zu einer Entzündung der Haut führt (Ekzem). Die
verdächtigen Allergene (z.B. Nickelverbindungen) werden mit Salbe vermischt undunter einem Klebeplaster für 2 bis 3 Tage am Rücken mit der Haut in Kontakt gebracht
(darum auch Kontaktallergie). Die positive Reaktion ist eine umschriebene
Ekzemreaktion mit entzündlichen Knötchen auf geröteter Haut.

Peakflowmeter


Kleines, tragbares Meßgerät zur Messung des Atemstoßes. Es wird häufig von
Patienten mit Asthma verwendet und erleichtert die Beurteilung des momentanen
Zustandes der Atemwege.

Plasmazellen


Spezialisierte Immunzellen, die sich aus den B-Lymphozyten entwickeln und in den
Lymphknoten große Mengen von Antikörpern produzieren.

Plazebo


Scheinmedikament (z.B. Tablette mit Originalgröße, aber ohne Wirkstoff), das
eingesetzt wird, um die Einflüsse einer Behandlung zu prüfen, die nicht auf der
spezifischen Wirkung der Behandlung beruhen. Dieser sog. Plazeboeffekt kommt u.a.
durch „spontane Heilungen“, „Überzeugungskraft des Therapeuten“ und
„Autosuggestion des Behandelten“ zustande.

Pollenflugsaison


Zeitraum, in dem eine Pflanze blüht und ihre Pollen in großer Menge freisetzt.

Pricktest


Allergietest zur Erkennung einer Soforttypallergie (Typ-I-Allergie), die rasch nach
Allergenkontakt zur einer Reaktion an der Haut oder der Schleimhaut führt. Die
verdächtigen Allergene (z.B. Pollen, Tier- oder Hausstaubmilbenbestandteile) werden
als Lösung auf die Haut getropft, bevor mit einer Nadel in die Haut gepiekt („geprickt“) wird.

Proteine


Eiweißkörper

Provokationstest


Allergietest, bei dem das vermutete Allergen direkt an der Schleimhaut (z.B. Augen,
Nase, Magen und Darm) getestet wird. Bei positivem Verlauf setzen nach kurzer Zeit
(10 bis 20 Min., im Verdauungstrakt z.T. verzögert) die allergischen Beschwerden ein.
An den Bronchien wird ein Provokationstest häufig mit sog. unspezifischen Reizen
durchgeführt (Inhalation bronchialreizender Stoffe, Kaltluftinhalation). Ist eine
Verengung der Bronchien meßbar, besteht eine allgemeine bronchiale
Überempfindlichkeit, die als Vorstufe und häufige Grundlage eines Bronchialasthmas
gilt.

Pseudoallergie


Reaktionen des Körpers, die einer allergischen Reaktion ähneln, allerdings nicht
immunologisch bedingt sind. Die Mechanismen, die sich hinter diesem Sammelbegriff
verbergen, sind weitgehend unklar.

Quaddel


Juckende Erhebung der Haut (z.B. nach Brennesselkontakt oder Mückenstich).

Rezeptoren


Bindungs- oder Kontaktstellen für bestimmte chemische Bausteine (Botenstoffe,
Überträgerstoffe, Proteine, Hormone u.a.), die nach dem Schlüssel-Schloßprinzip in
verschiedenen Körperzellen Signale auslösen.

Scratchtest


= Kratztest; nachdem die Haut aufgerauht wurde (scratch = kratzen), werden
angefeuchtete Allergene auf den Hautbezirk gelegt. Bei positiver Reaktion entsteht eine
juckende Quaddel mit geröteter Umgebung.

Sensibilisierung


Prozeß der Entwicklung einer Allergie vom allerersten Allergenkontakt bis zu dem
Zeitpunkt, an dem eine nachweisbare Überempfindlichkeit des Immunsystems
entstanden ist. Bei Schleimhautallergien ist es die Zeit zwischen der ersten Inhalation
eines Allergens und dem Auftreten von IgE-Antikörpern gegen diesen Fremdstoff, das
meistens einen positiven Hauttest verursacht.

Soforttyp-Allergie


= Typ I-Allergie, immunologisch bedingte Überempfindlichkeit gegen harmlose
Eiweißstoffe, die sich in einer rasch auftretenden Reaktion an der Haut, Schleimhaut
oder am ganzen Körper äußern kann. Der allergisch bedingte Schnupfen bzw. das
allergische Bronchialasthma gehören u.a. zu den Krankheiten, die durch eine
Soforttyp-Allergie verursacht sein können.

Spättyp-Allergie


= Typ IV-Allergie, = Kontaktallergie, immunologisch bedingte Überempfindlichkeit
gegen kleine chemische Bausteine aus der Umwelt, die nach Kontakt verzögert nach 1
bis 2 Tagen zu einer Ekzemreaktion der Haut führen können. Die Allergie gegen Metalle
(Nickel, häufiger Bestandteil im Modeschmuck) ist das häufigste Beispiel der Spättyp-
oder Kontaktallergie.

Steroide


Kurzform für Kortikosteroide; Hormone der Nebennierenrinde, die der körpereigenen
„Streßabwehr“ dienen und zahlreiche Stoffwechsel- und Wachstumsvorgänge
regulieren. Sie haben außerdem einen direkten Einfluß auf das Immunsystem und
vermindern entzündliche Vorgänge im Körper.

Sympathomimetika


= Beta2-Mimetika; Asthmamedikamente, die nach Inhalation eine Verengung der
Bronchien rasch wieder beseitigen und dadurch Atemnot beheben können.

T-Lymphozyten


= T-Zellen; spezialisierte Immunzellen, die Bruchstücke von Fremdstoffen, die ihnen
von den Freßzellen präsentiert worden sind, erkennen und anschließend wichtige
Signale für die Immunreaktion geben. Bei Allergien sind es kleine Stücke des Allergens,
die von den T-Lymphozyten erkannt werden. Dadurch aktiviert, helfen sie u.a. den B-
Lymphozyten bei der Antikörperproduktion.

Terfenadin


Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des Botenstoffs
Histamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Theophyllin


Medikament zur Asthmatherapie; bei regelmäßiger Einnahme hält es die Bronchien
weit und verhindert die Atemnot beim Bronchialasthma.

Typ I-Allergie


Siehe Soforttyp-Allergie.

Typ III-Allergie


Seltene Allergieform, bei der es nach Allergenkontakt durch Antikörper zu einer
Entzündung in verschiedenen Organen kommen kann (z.B. Lungenentzündung nach
Sensibilisierung gegen Vogelbestandteile, sog. Vogelzüchterlunge).

Typ IV-Allergie


= Kontaktallergie, siehe Spättyp-Allergie.

Urtikaria


= Nesselsucht; akut auftretende Hauterscheinungen wie nach Brennesselkontakt oder
Mückenstich, die mit juckenden Quaddeln an wechselnden Körperstellen einhergehen
und häufig nach wenigen Stunden oder Tagen wieder abklingen.

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Jörg Kleine-Tebbe & Thilo Jakob (Hrsg.):
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ISBN: 978-3-319-42498-9
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Wissenschaftliche Veröffentlichung des EAACI MAUG frei verfügbar: Pediatr Allergy Immunol 2016;27 Suppl 23:1-250 (Free Access, PDF-Datei 18,5 MB, dazu auf das Cover klicken)