Ratgeber

Info-Archiv

Das Info-Archiv beruht auf einem Patienten-Ratgeber von Jörg Kleine-Tebbe, der 1997 vom Medpharm-Verlag (Scientific Publishers Stuttgart, ISBN 2-88763-055-6) herausgegeben und von den Betreibern von www.allergie-experten.de für die vorliegende Internet-Anwendung aktualisiert wurde.

Pollen, Milben und Co. – Was tun bei Allergien?
Ratschläge für Patienten und Betroffene

1. Grundlagen


1.1 Allergie – wie läßt sie sich definieren?
1.2 Die Bereitschaft zur Allergie wird vererbt
1.3 Die Rolle des Immunsystems bei der Entstehung von Allergien
1.4 Das Prinzip der allergischen Entzündung
1.5 Allergenkontakt und Umweltbedingungen – wichtige Faktoren bei Allergien
1.6 Allergien fangen schon im Kindesalter an und nehmen an Häufigkeit zu

2. Erkrankungen, die durch eine Allergie entstehen können


2.1 Allergische Bindehautentzündung und allergischer Schnupfen
2.2 Allergisches Asthma
2.3 Allergische Quaddelbildung
2.4 Atopisches Ekzem (Neurodermitis) – eine häufige Begleiterkrankung
2.5 Nahrungsmittelallergien

3. Wissenswertes über Allergene, vorbeugende Maßnahmen und andere Tips


3.1 Blütenpollen – die häufigsten Allergene
3.2 Pilzsporen – häufig verdächtigt, oft überschätzt und wenig erforscht
3.3 Tiere – zunehmende Tierhaltung bedeutet höheres Allergierisiko
3.4 Hausstaubmilben – ungebetene Gäste im Schlafbereich
3.5 Vorbeugende Maßnahmen für Kinder mit stark erhöhtem Allergierisiko
3.6 Andere Allergene und ihre potentielle Bedeutung
3.7 Allergie gegen Insektengift – ein Sonderfall

4. Ärztliches Vorgehen bei allergischen Erkrankungen


4.1 Die persönliche Krankengeschichte – Schlüssel zur Allergieerkennung
4.2 Hauttestverfahren – wichtiges Handwerkszeug in der Allergiediagnostik
4.3 Labortests – zusätzliche Hilfsmittel für die Allergiediagnostik
4.4 Provokationstests – beweisführende Verfahren in der Praxis
4.5 Alternative Testverfahren

5. Behandlung von allergischen Atemwegserkrankungen


5.1 Allergenkarenz – die optimale Therapie bei Allergien
5.2 Lokalbehandlung für Augen und Nase
5.3 Histaminblocker bei saisonalen allergischen Beschwerden
5.4 Wissenswertes über Kortison
5.5 Die moderne Kombinationstherapie bei Bronchialasthma
5.6 Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit Allergenen
5.7 Alternative Therapieverfahren und damit zusammenhängende Fragen

Anhang


Selbsthilfegruppen
Informationszentren
Polleninformationsdienste
Quellen, weitere Ratgeber und Sachbücher
Verzeichnis verwendeter Fachbegriffe
Schlagwortregister


Vorwort

Allergien nehmen in unserer Gesellschaft deutlich zu. Immer mehr Menschen tragen die Bereitschaft in sich, auf Stoffe aus der Umwelt allergisch zu reagieren. Erkrankungen wie der allergische Schnupfen, allergisches Asthma und das atopische Ekzem, eine chronische Hauterkrankung, werden dadurch häufiger festgestellt. Das allgemeine Interesse hat dazu geführt, daß wir nicht nur von den Medien mit vielfältigen Informationen zu dem Thema gefüttert werden und jeder eine eigene Allergie-Anekdote beisteuern kann, sondern auch, daß allergische Beschwerden manchmal als “Modekrankheit” verharmlost werden.

Die periodischen oder chronischen Beschwerden durch eine Allergie sind für den Betroffenen allerdings alles andere als harmlos. Nicht selten ist die Diagnose “Allergie” mit einschneidenden Konsequenzen für den privaten Alltag oder das zukünftige Berufsleben verbunden. Die Notwendigkeit, sich von den auslösenden Allergenen fernzuhalten, kann schließlich dazu führen, sich von dem geliebten Haustier trennen zu müssen. Für ein Kind mit ausgeprägter Allergiebereitschaft kommen viele Berufe nicht in Frage. Nach langjährigem Verlauf haben viele Allergiker im wahrsten Sinn “die Nase voll” und neigen zu ratlosem Schulterzucken, obwohl aus ärztlicher Sicht kein Anlaß zur Resignation besteht.

Durch unseren Wissenszuwachs der vergangenen Jahre stehen mittlerweile eine Reihe von Maßnahmen zur Verfügung, die sich erfolgreich zur Behandlung von allergischen Erkrankungen bewährt haben. Allerdings gibt es bisher keine komplette Heilungsmöglichkeit bei Allergien. Manche Betroffene — enttäuscht von einer unzureichenden medizinischen Behandlung — suchen daher bei anderen Heilern Rat. Leider werden auch Verfahren angeboten, von denen wir keinesfalls wissen, ob sie überhaupt zur Erkennung oder Behandlung von Allergien tauglich sind. In zahlreichen Büchern werden zum Teil obskure Theorien zu Allergien verbreitet, die mit der Wirklichkeit wenig gemein haben.

Dieser Ratgeber gibt Ihnen in verständlicher Form Auskunft über die Herkunft von Allergien, die wichtigsten Allergene, ihr Vorkommen und was Sie im Falle einer Allergie selbst tun können. Sie erfahren außerdem, welche ärztlichen Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommen und wo deren Möglichkeiten, Grenzen und Risiken liegen. Ziel ist es, daß Sie nach der Lektüre dieses Ratgebers eine bessere Vorstellung haben, welche Maßnahmen für Sie sinnvoll oder überflüssig sind, um mit Ihrer Allergie leben zu lernen. Wenn Sie umfassend und richtig informiert sind, werden Sie schließlich am besten beurteilen können, welcher Weg für Sie bei der Behandlung Ihrer Allergie in Frage kommt.

Leipzig, September 1996

Jörg Kleine-Tebbe


Danksagung

An dieser Stelle möchte ich meinen ehemaligen Berliner Kollegen Dr. Tilo Brunnée, Dr. Dietmar Herold, Frau Dr. Sigrid Jeep, Frau Priv.-Doz. Dr. Susanne Lau, Prof. Dr. Bodo Niggemann, Dr. Bernward Siebert, Prof. Dr. Ulrich Wahn und Frau Priv.-Doz. Dr. Margitta Worm für Ihren kollegialen Rat und zahlreiche fruchtbare Diskussionen danken. Die gemeinsamen Gespräche und kritischen Auseinandersetzungen zum Thema Allergien haben meiner Arbeit an diesem Buch wertvolle Impulse und wichtige Denkanstöße gegeben. Das gleiche gilt für
die Ärzte und Wissenschaftler, die meine allergologische Forschungstätigkeit in den Vereinigten Staaten begleitet und unterstützt haben. Frau Silvia Gramse danke ich für das rasche und unkomplizierte Tippen des Manuskriptes. Kattrin Gnielka, Frau Dr. Luise Gunga, Wolbert Schnieders-Kokenge, Ulrike Zitzlsperger und meinen Eltern, Heidelore und Gerd Kleine-Tebbe, bin ich ausgesprochen dankbar für ihre gewissenhafte und aufmerksame Durchsicht des Manuskriptes. Ihnen habe ich zahlreiche Anmerkungen zu verdanken, die zur besseren Verständlichkeit dieses Ratgebers beigetragen haben. Frau Dr. Sibylla Chantraine-Hess, Dr. Holger Franz, Frau Beate Göhler, Dr. Jochen Niehus, Ursula Meysel und Dr. Uwe Paasch danke ich für ihren Einsatz und die Hilfe bei der fotografischen Gestaltung. Dem Verlag Medpharm Scientific Publishers Stuttgart danke ich für die professionelle Produktion und die gelungene Gestaltung dieses Ratgebers.

Besonderer Dank gilt schließlich meinem langjährigen Mentor Prof. Dr. Kunkel (ehemaliger Leiter des Instituts für klinische Immunologie und Asthmapoliklinik, Virchow-Klinikum der Humboldt-Universität zu Berlin) für das Vertrauen und die Unterstützung in den vergangenen Jahren, die diesen Ratgeber indirekt möglich gemacht haben.

Leipzig, September 1996

Besonderer Dank gebührt Herrn Dr. Christian Rotta und seinen Mitarbeitern vom Verlag medpharm Scientific Publishers (Anschrift: Birkenwaldstr. 44, 70191 Stuttgart; www.medpharm.de ). Außerdem danken wir aufrichtig Herrn Lothar Späth vom Satzstudio Späth (Anschrift: Zeller Straße 14, 73102 Birenbach; (www.spaeth-design.de) für die rasche und professionelle Aufbereitung der Text- und Bilddateien. Ihre großzügige und uneigennützige Unterstützung erlaubte die Adaption des zugrundeliegenden Patienten-Ratgebers für die Anwendung im Internet.

Berlin, Oktober 2002

Priv.-Doz. Dr. med. Jörg Kleine-Tebbe