Birkenpollenallergiker für Studie mit neuartiger Therapie gesucht

Für die Studie sind Patienten ab einem Alter von 18 Jahren
geeignet, die mindestens seit zwei Jahren an einer Birkenpollenallergie (allergischer Schnupfen) leiden.
Die neuartige Therapie erfolgt mit einmaliger Injektion eines Antikörpers gegen das
Hauptallergen der Birkenpollen (Bet v 1).

 

Falls Interesse besteht wenden Sie sich bitte an

Frau Sophie Wirth
Tel.: 030-30 30 71 26
Email: s.wirth@allergie-experten.de

Untersuchungszentrum für Dermatologie, Allergologie und Asthma (UZDAA)
Gelände der DRK-Kliniken Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
14050 Berlin

Kommentar zur Covid-19-Impfung und allergischen Reaktionen

Am 10.12.2020 berichtete BBC von zwei allergischen Zwischenfällen nach der ersten Injektion des BioNTech COVID-19-Impfstoffs BNT162b2.

Was steckt dahinter? Bedeutet das ein erhöhtes Risiko für Allergiker?

Die folgende  Stellungnahme ist eine vorläufige Einschätzung angesichts dünner Fakten  und sorgfältig dokumentierter, gerade publizierter Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten zum BioNTech COVID-19 Impfstoff.

Offenbar handelte es sich um Betroffene mit bekannter “schwerer Allergie”, die für Notfälle auch Adrenalin-Spritzen zur Selbstinjektion bei sich trugen. Der Bericht spricht von ”anaphylaktoiden Reaktionen” mit möglicher Haut-, Atemwegs- und Kreislaufbeteiligung.  Aus allergologischer Sicht stellt sich die Frage, worauf haben die Betroffenen reagiert?

Die Liste der Inhaltsstoffe des COVID-19 Impfstoffs BNT162b2 enthält neben der modifizierten Virus-mRNA zusätzlich Saccharose, diverse Salze und Lipide, eines davon mit Polyethylenglykol (PEG) 2000 verlängert. Diese nicht-toxische Substanz (PEG) ist vielen Alltags-, Kosmetik- und  medizinischen Produkten zugesetzt und kann in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen. Damit ist dieser Zusatzstoff die wahrscheinlichste Ursache für die beschriebenen allergischen Impfreaktionen.

Keineswegs sind diese Reaktionen spezifisch für den neuen COVID-19 Impfstoff, der sich nach bisherigem Wissen durch insgesamt gute Verträglichkeit und nur selten auftretende allergische Reaktionen auszeichnet. Ein erhöhtes Risiko für Allergiker ist trotz des BBC-Berichts nicht gegeben, außer wenn bereits eine seltene Allergie auf PEG bekannt sein sollte.

Für die allermeisten Allergiker bestehen somit keine Bedenken gegen eine zukünftige Impfung mit dem BioNTech COVID-19 Impfstoff BNT162b2.

Prof. Dr. med. Jörg Kleine-Tebbe
Allergie- u. Asthma Zentrum Westend, Berlin