Kapitel 6

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Info-Archiv

Pollen, Milben und Co. – Was tun bei Allergien?
Ratschläge für Patienten und Betroffene

Anhang


Selbsthilfegruppen
Informationszentren
Polleninformationsdienste
Quellen, weitere Ratgeber und Sachbücher
Verzeichnis verwendeter Fachbegriffe
Schlagwortregister


Anhang

Selbsthilfegruppen

Allergiker Selbsthilfe e.V.
Hermann-Löns-Weg 11a
65779 Kelkheim
Tel.: 06195/910674

Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind (AAK)
Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen e.V.
Hauptstraße 29
35745 Herborn
Tel.: 02772/928730

Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB) e.V.
Hindenburgstraße 110
41061 Mönchengladbach
Tel.: 02161/183024

Beratungsdienst für Allergiker:
Tel.: 02161/10207 (9.30—12.30 Uhr)

Deutsche Hilfsorganisation Allergie und Asthma e.V.
Bonusstraße 32
21079 Hamburg
Tel.: 040/7631322

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
Fontanestraße 14
53173 Bonn
Tel.: 0228/351091

Deutscher Neurodermitiker Bund e.V.
Spaldingstraße 210
20097 Hamburg
Tel.: 040/230744 und 040/230810

Informationszentren

Allergie-Dokumentations- und Informationzentrum (ADIZ)
Kuranstalten u. Forschungsinstitute GmbH
Burgstraße 12
33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252/954500 (Mo. bis Fr. 10—12 und 14—17 Uhr)

Beratungsstelle für Allergiker und Asthmatiker
Lacombletstraße 9
40239 Düsseldorf
Tel.: 0211/622598 (Mo. bis Do. 10—13 Uhr, Do. 16—18 Uhr)

Modell-Aktion für allergiekranke Kinder “Pinguin-Pinky”
Krankenhaus Zehlendorf/Heckeshorn
Zum Heckeshorn 30
14109 Berlin
Tel.: 030/6611799

Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
Burgstraße 12
33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252/52081 (Mo. bis Fr. 8—12 Uhr)

Pollenfluginformationsdienste der einzelnen Bundesländern (gebührenpflichtig)

0190/115481 Schleswig-Holstein
0190/115482 Hamburg
0190/115483 Niedersachsen, Bremen
0190/115484 Mecklenburg-Vorpommern
0190/115485 Nordrhein-Westfalen
0190/115486 Hessen
0190/115487 Brandenburg, Berlin
0190/115488 Sachsen-Anhalt
0190/115489 Thüringen
0190/115490 Sachsen
0190/115491 Saarland
0190/115492 Rheinland-Pfalz
0190/115493 Baden-Württemberg
0190/115494 Bayern

Quellen, weitere Patienten-Ratgeber und Sachbücher

Dorner, Wolf und Rakoski, Jürgen: Allergien — Erkennen, Behandeln, Vorbeugen. Wort & Bild Verlag, Konradshöhe 1994.

Federspiel, Krista und Herbst, Vera: Die andere Medizin. Stiftung Warentest, 3. Auflage Stuttgart 1994.

Fischer, Peter: Allergien bei Kindern und Jugendlichen. Vorbeugen, erkennen, heilen. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1993.

Fuchs, Erich: Allergie — Was tun? Ein Experte berät. Piper Verlag, München 1992.

Gieler, Uwe, Bräuer, Johannes, und Freiling, Gudrun: Neurodermitis — Ein Ratgeber für Betroffene und alle, die sie behandeln und betreuen. medpharm Scientific Publishers, Stuttgart 1994.

Haen, Ekkehard und Uhl, Doris: Asthma bronchiale. Leben mit einer chronischen Atemwegserkrankung. medpharm Scientific Publishers, Stuttgart 1996.

Niedner, Roland und Berger, Reinhild: Heuschnupfen und Arzneimittel. medpharm Scientific Publishers, Stuttgart 1994.

Niggeman, Bodo und Wahn, Ulrich: Das allergische Kind. Wie Eltern helfen können. TRIAS — Thieme Verlag, Stuttgart 1994.

Theiling, S., Szczepanski, R. und Lob-Corzilius, T.: Der Luftikurs für Kinder mit Asthma. TRIAS — Thieme Verlag, Stuttgart 1996.

Zenker, Werner: Heuschnupfen verstehen und richtig behandeln. Econ Taschenbuch Verlag, Düsseldorf 1995.


Verzeichnis verwendeter Fachbegriffe

Akarazide

Milbenabtötende chemische Mittel, deren Wirksamkeit bei einer Hausstaubmilbenallergie umstritten ist.

Allergen

Auslösender Stoff, der vom Immunsystem als fremd erkannt wird und dadurch eine Überempfindlichkeit des Körpers verursacht. Bei Allergien der Schleimhäute (Augen, Nase, Bronchien) sind es in der Regel Eiweißkörper, die eigentlich harmlos für unseren Organismus sind (Pollen-, Tier- und Hausstaubmilbenbestandteile).

Allergenkarenz

Meiden des verantwortlichen Allergens

Allergentoleranz

Zustand des Immunsystems nach Erlöschen einer Abwehrreaktion gegen einen bestimmten Stoff, der anschließend wieder vertragen wird.

Allergie

Überempfindlichkeit des Körpers, die “immunologisch” bedingt ist, d.h. auf einer fehlgeleiteten, übersteigerten Abwehr unseres Immunsystems beruht.

Antihistaminika

Medikamente, die zur Behandlung von allergischem Schnupfen eingesetzt werden. Sie blockieren die Wirkung des Botenstoffes Histamin, der im Rahmen der allergischen Reaktion im Körper freigesetzt wird und für zahlreiche Beschwerden verantwortlich ist.

Antikörper

Eiweißkörper, die vom Körper gebildet werden, um Fremdstoffe und unerwünschte Erreger zu erkennen. Als Teil des Immunsystems lagern sie sich an den Fremdstoff an, so daß er anschließend unschädlich gemacht werden kann.

Atopie

Erhöhte Allergiebereitschaft, die vererbt wird und im späteren Leben zu Nahrungsmittelallergien, atopischem Ekzem, allergischem Schnupfen und allergischem Asthma führen kann.

Atopiker

Menschen mit erhöhter Allergiebereitschaft, die häufig in ihrem Leben allergische Erkrankungen entwickeln (Nahrungsmittelallergien, atopisches Ekzem, allergischer Schnupfen und allergisches Asthma).

atopische Allergene

Eiweißstoffe aus unserer Umwelt, die bei Menschen mit erhöhter Allergiebereitschaft häufig zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen, obwohl sie für den Nicht-Atopiker ohne fehlgeleitetes Immunsystem völlig harmlos sind (Pollen, Tier- und Hausstaubmilbenbestandteile).

atopisches Ekzem

Chronische Hauterkrankung, bei der stark juckende, ekzemartige Hauterscheinungen in Schüben auftreten. Außerdem besteht häufig eine erhöhte Allergiebereitschaft, allergischer Schnupfen oder allergisches Asthma.

Azelastin

Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des Botenstoffs Histamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Acetylcholin

Botenstoff des vegetativen Nervensystems; er wird auch eingesetzt, um die allgemeine bronchiale Überempfindlichkeit im Lungentest zu ermitteln.

B-Lymphozyten

= B-Zellen, spezialisierte Zellen des Immunsystems, die Fremdstoffe erkennen und Antikörper produzieren können.

basophile Leukozyten

Weiße Blutkörperchen, die auf ihrer Oberfläche IgE-Antikörper tragen und daher zu allergischer Reaktion fähig sind.

Berufsallergie

Eine allergische Überempfindlichkeit, die durch ständigen Kontakt mit bestimmten, im Beruf vorkommenden Stoffen entstanden ist (z.B. Mehlallergie der Bäcker).

Beta2-Mimetika oder -Sympathomimetika

Asthmamedikamente, die nach Inhalation eine Verengung der Bronchien rasch wieder beseitigen und dadurch Atemnot beheben können.

Bronchial-Asthma

Chronische Atemwegserkrankung, die auf einer Entzündung beruht und mit einer Verengung der Bronchien und anfallsweise Atemnot einhergeht.

bronchiale Überempfindlichkeit, allgemeine

Gesteigerte Reaktionsfreudigkeit der Atemwege, so daß es bei zahlreichen physikalischen oder chemischen Reizen zu einer meßbaren Verengung der Bronchien und schließlich zu Schweratmigkeit kommen kann. Bei häufigen allergischen Reaktionen der Bronchien (Asthma-Anfälle) entwickelt sich in vielen Fällen eine Überempfindlichkeit auf andere unspezifische Reize (darum die Bezeichnung allgemein).

Cetirizin

Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des Botenstoffs Histamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Cromoglycinsäure

Anti-allergisches Medikament, das vorbeugend zur Behandlung von allergischen Beschwerden an den Schleimhäuten (Augen, Nase, Bronchien) eingesetzt wird. Seine Wirkung setzt mit Verzögerung ein.

DNCG

Häufig verwendete Abkürzung für Cromoglycinsäure-Präparate, die aus der englischen Sprache abgeleitet ist.

Ebastin

Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des Botenstoffes Histamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Ekzem

Chronische Entzündung der Haut, die mit juckenden Knötchen, geröteten Hautbezirken, verstärkter Schuppung und vergröbertem Hautrelief einhergehen kann.

Eliminationsdiät

Gezieltes Weglassen eines Lebensmittels bei Verdacht einer Nahrungsmittelallergie und Beobachtung der Beschwerden.

Enzyme

Eiweißkörper, die in Pflanzen und Tieren vorkommen und in der Lage sind, andere chemische Bausteine (Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette) zu spalten.

Eosinophile Leukozyten

Weiße Blutkörperchen, die häufig bei entzündlichen Reaktionen im Körper angelockt werden und diese verstärken können.

Formula, extensiv hydrolysierte

Allergenarme, vollwertige Ersatznahrung für Hochrisikokinder mit stark erhöhtem Allergierisiko, bei denen die Mutter das Kind während der ersten 6 Monate nicht stillen kann.

genetische Disposition

Eigenschaft eines Organismus, die auf seiner Erbanlage beruht. Die Disposition bezeichnet allerdings nur die erbbedingte Bereitschaft für eine Reaktionslage oder Erkrankung. Diese Reaktionslage oder Erkrankung muß aber nicht notwendigerweise in Erscheinung treten.

Histamin

Botenstoff, der bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird und zahlreiche Symptome verursacht (Juckreiz, Weitstellung der Blutgefäße, Schwellung im Gewebe, Drüsensekretion).

Hochrisikokind

Kind mit stark erhöhtem Allergierisiko; man kann davon ausgehen, daß, wenn zwei Verwandte ersten Grades (Eltern und/oder Geschwister) bereits von Allergien bzw. begleitenden Erkrankungen betroffen sind (allergischer Schnupfen, allergisches Bronchialasthma, atopisches Ekzem, Nahrungsmittelallergie), ein hohes Risiko für das Kind besteht, ebenfalls eine Allergie zu entwickeln.

Hyposensibilisierung

= Immuntherapie; Methode zur Behandlung von allergischen Beschwerden der Schleimhäute (Augen, Nase, Bronchien). Zunächst werden im Wochenabstand steigende Mengen des verantwortlichen Allergens unter die Haut gespritzt; nach Erreichen einer individuell verträglichen Höchstdosis werden die Spritzen alle vier Wochen für drei Jahre verabreicht. Die Behandlung sollte nur von einem allergologisch erfahrenen Arzt durchgeführt werden.

IgE

= Immunglobuline der Klasse E; Antikörper, die im menschlichen Körper in geringer Menge vorkommen und auf der Oberfläche von spezialisierten Abwehrzellen (Mastzellen, basophile Leukozyten) haften. Bei erhöhter Allergiebereitschaft werden IgE-Antikörper häufig vermehrt vom Körper produziert und sind meistens gegen Eiweißkörper aus unserer Umwelt (Allergene wie z.B. Pollen-, Tier- und Hausstaubmilbenbestandteile) gerichtet. Bei Schleimhautkontakt werden die Allergene von den IgE-Antikörpern auf den Mastzellen gebunden. Dadurch startet die Freisetzung von zahlreichen Botenstoffen, die zu den allergischen Beschwerden führen.

Immunglobulin

= Antikörper; Eiweißkörper, die vom Körper gebildet werden, um Fremdstoffe und unerwünschte Erreger zu erkennen. Als Teil des Immunsystems lagern sie sich an den Fremdstoff an, so daß er anschließend unschädlich gemacht werden kann.

Immunsystem

System zur körpereigenen Abwehr; das Immunsystem kann zwischen “selbst” (also den körpereigenen Stoffen) und “fremd” (z.B. Stoffen von unerwünschten Erregern wie Bakterien, Pilzen, Viren) unterscheiden. Bei fehlgeleitetem Immunsystem können auch harmlose Umweltstoffe (Allergene wie z.B. Pollen-, Tier- und Hausstaubmilbenbestandteile) oder körpereigene Stoffe attackiert werden.

immunologisch

Das Immunsystem betreffend.

Immuntherapie

Eine Behandlungsform, bei der in das Immunsystem eingegriffen wird. Im Zusammenhang mit Allergien ist eine Behandlung mit den verantwortlichen Allergenen gemeint, die in steigender Dosis unter die Haut gespritzt werden (= Hyposensibilisierung).

Intoleranz

Überempfindlichkeit des Körpers auf bestimmte Stoffe, die nicht notwendigerweise auf einer fehlgeleiteten Immunreaktion beruht, sondern durch andere Mechanismen verursacht sein kann.

Intrakutantest

Allergietest, bei dem das verdächtige Allergen als stark verdünnte Lösung in die Haut gespritzt wird. Bei positivem Ergebnis entsteht nach etwa zehn Minuten eine juckende Quaddel mit rotem Hof.

Kortikosteroide

Vereinfacht meist nur Kortison genannt, Gruppe von Hormonen der Nebennierenrinde, die der körpereigenen “Streßabwehr” dienen und zahlreiche Stoffwechsel- und Wachstumsvorgänge regulieren. Sie haben außerdem einen direkten Einfluß auf das Immunsystem und vermindern entzündliche Vorgänge im Körper.

Kortison

Häufig verwendete Kurzform eines Vertreters der Kortikosteroide.

Levocabastin

Lokal wirksames Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des Botenstoffs Histamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Loratadin

Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des Botenstoffs Histamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Mastzellen

Spezialisierte Abwehrzellen, die auf ihrer Oberfläche IgE-Antikörper tragen und bei verschieden Reizen (z.B. Allergenkontakt) Botenstoffe freisetzen, die für allergische Symptome verantwortlich sind.

Mediatoren

Botenstoffe, die im Körper bestimmte Signale übermitteln (z.B. Verstärkung einer Entzündungsreaktion).

Nedocromil

Antiallergisches Medikament, das vorbeugend zur Behandlung von allergischen Beschwerden an den Schleimhäuten (Augen, Nase, Bronchien) eingesetzt wird. Es mildert die allergische Entzündung und hat durch seine lokale Anwendung (z.B. als Spray) nur wenig unerwünschte Begleiterscheinungen.

Nesselsucht

= Urtikaria, akut auftretende Hauterscheinungen wie nach Brennesselkontakt oder Mückenstich, die mit juckenden Quaddeln an wechselnden Körperstellen einhergehen und häufig nach wenigen Stunden oder Tagen wieder abklingen.

Neurodermitis

= atopisches Ekzem, wobei stark juckende, ekzemartige Hauterscheinungen in Schüben auftreten. Außerdem besteht häufig eine erhöhte Allergiebereitschaft, allergischer Schnupfen oder allergisches Asthma.

Neuropeptide

Botenstoffe, die von Nervenenden freigesetzt werden, das Immunsystem beeinflussen und zu einer lokalen Entzündung im Körpergewebe führen können. Wechselwirkungen zwischen psychischem und körperlichem Befinden beruhen möglicherweise unter anderem auf der Ausschüttung von Neuropeptiden.

orale Hyposensibilisierung

Immuntherapie mit Allergenen, die in steigenden Mengen in Tropfen- oder Kapselform eingenommen werden. Da kontrollierte Untersuchungen zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt haben, ist die Wirksamkeit dieser Behandlung nicht eindeutig erwiesen.

Patchtest (Pflastertest)

Allergietest zur Erkennung einer Spättypallergie (Typ-IV-Allergie), die mit einer Verzögerung von 2 bis 3 Tagen zu einer Entzündung der Haut führt (Ekzem). Die verdächtigen Allergene (z.B. Nickelverbindungen) werden mit Salbe vermischt und unter einem Klebeplaster für 2 bis 3 Tage am Rücken mit der Haut in Kontakt gebracht (darum auch Kontaktallergie). Die positive Reaktion ist eine umschriebene Ekzemreaktion mit entzündlichen Knötchen auf geröteter Haut.

Peakflowmeter

Kleines, tragbares Meßgerät zur Messung des Atemstoßes. Es wird häufig von Patienten mit Asthma verwendet und erleichtert die Beurteilung des momentanen Zustandes der Atemwege.

Plasmazellen

Spezialisierte Immunzellen, die sich aus den B-Lymphozyten entwickeln und in den Lymphknoten große Mengen von Antikörpern produzieren.

Plazebo

Scheinmedikament (z.B. Tablette mit Originalgröße, aber ohne Wirkstoff), das eingesetzt wird, um die Einflüsse einer Behandlung zu prüfen, die nicht auf der spezifischen Wirkung der Behandlung beruhen. Dieser sog. Plazeboeffekt kommt u.a. durch “spontane Heilungen”, “Überzeugungskraft des Therapeuten” und “Autosuggestion des Behandelten” zustande.

Pollenflugsaison

Zeitraum, in dem eine Pflanze blüht und ihre Pollen in großer Menge freisetzt.

Pricktest

Allergietest zur Erkennung einer Soforttypallergie (Typ-I-Allergie), die rasch nach Allergenkontakt zur einer Reaktion an der Haut oder der Schleimhaut führt. Die verdächtigen Allergene (z.B. Pollen, Tier- oder Hausstaubmilbenbestandteile) werden als Lösung auf die Haut getropft, bevor mit einer Nadel in die Haut gepiekt (“geprickt”) wird.

Proteine


Eiweißkörper

Provokationstest

Allergietest, bei dem das vermutete Allergen direkt an der Schleimhaut (z.B. Augen, Nase, Magen und Darm) getestet wird. Bei positivem Verlauf setzen nach kurzer Zeit (10 bis 20 Min., im Verdauungstrakt z.T. verzögert) die allergischen Beschwerden ein. An den Bronchien wird ein Provokationstest häufig mit sog. unspezifischen Reizen durchgeführt (Inhalation bronchialreizender Stoffe, Kaltluftinhalation). Ist eine Verengung der Bronchien meßbar, besteht eine allgemeine bronchiale Überempfindlichkeit, die als Vorstufe und häufige Grundlage eines Bronchialasthmas gilt.

Pseudoallergie

Reaktionen des Körpers, die einer allergischen Reaktion ähneln, allerdings nicht immunologisch bedingt sind. Die Mechanismen, die sich hinter diesem Sammelbegriff verbergen, sind weitgehend unklar.

Quaddel

Juckende Erhebung der Haut (z.B. nach Brennesselkontakt oder Mückenstich).

Rezeptoren

Bindungs- oder Kontaktstellen für bestimmte chemische Bausteine (Botenstoffe, Überträgerstoffe, Proteine, Hormone u.a.), die nach dem Schlüssel-Schloßprinzip in verschiedenen Körperzellen Signale auslösen.

Scratchtest

= Kratztest; nachdem die Haut aufgerauht wurde (scratch = kratzen), werden angefeuchtete Allergene auf den Hautbezirk gelegt. Bei positiver Reaktion entsteht eine juckende Quaddel mit geröteter Umgebung.

Sensibilisierung

Prozeß der Entwicklung einer Allergie vom allerersten Allergenkontakt bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine nachweisbare Überempfindlichkeit des Immunsystems entstanden ist. Bei Schleimhautallergien ist es die Zeit zwischen der ersten Inhalation eines Allergens und dem Auftreten von IgE-Antikörpern gegen diesen Fremdstoff, das meistens einen positiven Hauttest verursacht.

Soforttyp-Allergie

= Typ I-Allergie, immunologisch bedingte Überempfindlichkeit gegen harmlose Eiweißstoffe, die sich in einer rasch auftretenden Reaktion an der Haut, Schleimhaut oder am ganzen Körper äußern kann. Der allergisch bedingte Schnupfen bzw. das allergische Bronchialasthma gehören u.a. zu den Krankheiten, die durch eine Soforttyp-Allergie verursacht sein können.

Spättyp-Allergie

= Typ IV-Allergie, = Kontaktallergie, immunologisch bedingte Überempfindlichkeit gegen kleine chemische Bausteine aus der Umwelt, die nach Kontakt verzögert nach 1 bis 2 Tagen zu einer Ekzemreaktion der Haut führen können. Die Allergie gegen Metalle (Nickel, häufiger Bestandteil im Modeschmuck) ist das häufigste Beispiel der Spättyp- oder Kontaktallergie.

Steroide

Kurzform für Kortikosteroide; Hormone der Nebennierenrinde, die der körpereigenen “Streßabwehr” dienen und zahlreiche Stoffwechsel- und Wachstumsvorgänge regulieren. Sie haben außerdem einen direkten Einfluß auf das Immunsystem und vermindern entzündliche Vorgänge im Körper.

Sympathomimetika

= Beta2-Mimetika; Asthmamedikamente, die nach Inhalation eine Verengung der Bronchien rasch wieder beseitigen und dadurch Atemnot beheben können.

T-Lymphozyten

= T-Zellen; spezialisierte Immunzellen, die Bruchstücke von Fremdstoffen, die ihnen von den Freßzellen präsentiert worden sind, erkennen und anschließend wichtige Signale für die Immunreaktion geben. Bei Allergien sind es kleine Stücke des Allergens, die von den T-Lymphozyten erkannt werden. Dadurch aktiviert, helfen sie u.a. den B-Lymphozyten bei der Antikörperproduktion.

Terfenadin

Medikament aus der Gruppe der Antihistaminika, die die Wirkung des Botenstoffs Histamin hemmen, der bei Allergien freigesetzt wird.

Theophyllin

Medikament zur Asthmatherapie; bei regelmäßiger Einnahme hält es die Bronchien weit und verhindert die Atemnot beim Bronchialasthma.

Typ I-Allergie

Siehe Soforttyp-Allergie.

Typ III-Allergie

Seltene Allergieform, bei der es nach Allergenkontakt durch Antikörper zu einer Entzündung in verschiedenen Organen kommen kann (z.B. Lungenentzündung nach Sensibilisierung gegen Vogelbestandteile, sog. Vogelzüchterlunge).

Typ IV-Allergie

= Kontaktallergie, siehe Spättyp-Allergie.

Urtikaria

= Nesselsucht; akut auftretende Hauterscheinungen wie nach Brennesselkontakt oder Mückenstich, die mit juckenden Quaddeln an wechselnden Körperstellen einhergehen und häufig nach wenigen Stunden oder Tagen wieder abklingen. 
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