10 Fakten zur Baumpollen-Allergie 2013

BirkenpollenNeuseeland2012
Birkenblüte in Wellington, Neuseeland, Sept. 2012

  1. Erlenpollen waren 2013 noch im April unterwegs, vor allem im Osten (die schönsten Pollenkurven im Netz bei Dr. Wachter: http://www.pollenflug-nord.de).
  2. Birkenpollen – sonst zwischen Anfang und Mitte April am Start – reifen derzeit noch heran.
  3. Ihr wichtigstes Hauptallergen – Majorallergen Bet v 1 (von Betula verrucosa) – ist seit 30 Jahren bekannt (Henrik Ipsen und Henning Løwenstein gelten als Erstbeschreiber)
  4. Die Bet v 1-Familie beherbergt viele strukturähnliche Proteine (Allergene):
  5. Darin liegt die Ursache sogenannter Kreuzreaktionen
    a) gegen Hasel-, Erlen-, Buchen- und Eichenpollen mit ähnlichen Major-Allergenen
    b) gegen pflanzliche Nahrungsmittel (=häufigste Form der Nahrungsmittelallergie im Jugendlichen- und Erwachsenenalter) mit Bet v 1-homologen Allergenen, z. B. gegen Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, Nektarinen, Kiwi, Feigen, Haselnüsse, Walnüsse, Karotten, Sellerie, Soja u.a.
    TIPP für Betroffene: Nur das meiden, was nicht vertragen wird!
  6. Bet v 1-homologe Allergene sind a) thermo- und b) säurelabil:
    a) daher machen nur die rohen Nahrungsmittel Probleme;
    b) häufig  bleiben die Reaktionen auf die Mundhöhle und den Rachen beschränkt.
  7. Manchmal reagieren Birkenpollen-Allergiker auch heftig: z.B. auf Haselnüsse, Karotten oder Soja (nur auf rohes, ungegartes Protein!)
  8. Inzwischen gilt die Bet v 1-assoziierte Soja-Allergie wegen der Häufigkeit der Birkenpollen-Allergie als häufigste Form einer Soja-Allergie in Nord- und Mitteleuropa.
  9. Wirksame Pharmaka bei Pollenflug sind wie bei anderen allergischen Atemwegsbeschwerden Kortison-haltige Asthma- bzw. Nasensprays und nicht-sedierende Antihistaminika als Tabletten, Augentropfen und Nasensprays.
  10. Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) ist die einzige Behandlung, die nachhaltig die Beschwerden (und den Medikamentenverbrauch) in der Baumpollen-Saison lindern und außerdem Asthma und Neu-Sensibilisierungen vorbeugen kann.

Berlin, 14.04.2013
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